Krypta

Krypta ÜbersichtÜber die Treppe beim großen Chorfenster steigt man in die Krypta hinab. Wer beim Eintritt links das Bild der Stalingradmadonna hinter dem Gitter über einem Lager betrachtet - wer rechts auf der Altarwand die rund 420 Namen von Kriegsgefangenenlagern an seinem Auge vorüberziehen läßt (und vielleicht als Erfahrener dabei die meist trostlosen und menschenunwürdigen Zustände des Lagerlebens wieder gegenwärtig spürt) - wer dann beim Anschauen der erschütternden Bilder an den Wänden im Museum und bei der Besichtigung der Vitrinen mit zahlreichen, unter primitivsten Voraussetzungen hergestellten Gegenständen für den Lageralltag ein wenig verweilt, wird einen Hauch der Ergriffenheit und des Grauens auch dann verspüren, wenn er das alles - Gott Dank - nicht selbst zu erleben brauchte. Alle Teile mit ihrer Beschriftung sprechen still für sich und bedürfen hier keiner weiteren Erklärung.

Krypta ÜbersichtBesondere Aufmerksamkeit der Ausstellung verdient der "Fries der heimkehrenden Gefangenen" von Prof. Fritz Theilmann, dessen 33 Gestalten in mehren Gruppen die verschiedensten Gefühle der Heimkehrenden zum Ausdruck bringen. Die beiden Gruppen an den Enden sind - so der Künstler - der Heimat am nächsten, und darum sind sie auch in der inneren Ergriffenheit am tiefsten zusammengesunken. Unter sein Werk schrieb Prof. Theilmann die Psalmverse:

"Als der Herr das Los der Gefangenschaft wendete,
da waren wir alle wie Träumende,
da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel.
Ja, Großes hat der Herr an uns getan." - Psalm 126

(Fotos: H. Haferkamp)

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