Baugeschichte

Heimkehrer-Dankeskirche außen schräg

Der hochwürdigste Herr Erzbischof von Parderborn, Dr. Lorenz Jaeger, schrieb damals, daß ihm am Bau dieser Kirche in Weitmar-Mark sehr viel gelegen sei.
Er hat die Überzeugung, daß der Plan einer Heimkehrer- Dankeskirche ein gutes Echo finden werde.

Am 9. März 1958 konnte auf dem Gelände an der Karl-Friedrich-Straße der 1. Spatenstich erfolgen. Eine große Anzahl Heimkehrer sowie Gläubige aus Weitmar und Umgebung hielten am benachbarten Wallfahrtsort Stiepel eine Bittandacht für einen guten Beginn und ein gutes Gelingen des Werkes. In der Prozessionsordnung kamen sie im Schnee zum Baugelände.

Heimkehrer-Dankeskirche frontTief ergriffen schauten alle auf zwanzig Heimkehrer in russischer Winterbekleidung, die gleichzeitig mit Herrn Geistlichen - Rat und Pfarrer Ostendorf, einem Heimkehrer aus zwei Weltkriegen, den ersten Spatenstich tätigen wollte.

Das Grundstück war schwierig zu bebauen. Es liegt zwischen den nahen, inzwischen stillgelegten Zechen Karl-Friedrich und Prinz-Regent. Rückwärts hat das Gelände starkes Gefälle, so daß die Entwässerung zur Straße hin Sorgen bereitete. Ein starker Unterbau der Gesamstkirche in Eisenbeton erwies sich als unabänderliche Notwendigkeit. Die Herren Architekten und Herr Baumeister Korte haben die bestehenden Schwierigkeiten, die seitens der Behörde schon als unüberwindlich bezeichnet wurden, so daß man sich nach einem anderem Baugelände umsehen sollte, hervorragend gemeistert.
Im Sommer 1958 stiegen die Gerüstbauer des Stahlgerüstes immer höher. Einige Wochen nach dem Gießen des Betons fand die feierliche Grundsteinlegung am Christkönigsfest 1958 statt.
Heimkehrer-Dankeskirche innenIn den milden Wintermonaten 1958/59 gingen die Maurerarbeiten zügig voran. Die kirchliche Behörde der inzwischen neu gegründeten Diözese Essen stand an Hilfeleistung der Erzdiözese Paderporn in keiner Weise nach. Die Arbeiten für die Innengestaltung und Ausstattung wurden vergeben. Ihr Festtagskleid erhielt die Kirche durch die dynamische Fenstergestaltung nach den Entwürfen des Herrn Kunstmalers Wilhelm de Graaff, der selber in russischer Gefangenschaft war. Die Altarsgestaltung in Anröchter Dolomitstein, künstlerich bearbeitet von Herrn Bildhauer Hubert Hartmann, wird es den Kirchenbesuchern leicht machen, die Aufmerksamkeit für das große liturgische Geschehen am Altar zu fördern.

Am 12. Dezember 1959 hat Herr Bischof Dr. Franz Hengsbach von Essen die Heimkehrerkirche konsekriert. Am gleichen Tag wurde vom Vatikansender in Rom ein Bericht über die Einweihung dieser Kirche in zwölf Sprachen ausgestrahlt, wodurch der Wille der Deutschen zu Frieden, 

Völkerverständigung und Völkergemeinschaft weit in die Welt hineingetragen wurde.

(Farbfotos: H. Haferkamp)

Historisches Bild

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