Am 01. September 2008 ist es ganz konkret. Unser Bischof Dr. Felix
Genn hat der Wirklichkeit in unserem Bistum durch eine Neuordnung der
gesamten Diözese Rechnung getragen. Das Bistum verliert an Menschen, an
Berufungen zum geistlichen Stand und an Finanzmitteln.
Aus diesen
Überlegungen beschloss unser Bischof auch die Neuordnung unseres
Dekanates Bochum-Süd, das die Grenzen liefert für die neue Pfarrei. Die
Seelsorge erreicht die Menschen in fünf Gemeinden:
- Liebfrauen, Bochum-Linden
- St. Engelbert, Bochum-Dahlhausen, mit der der ehemaligen Pfarrei und den Menschen von St. Michael.
- St.
Franziskus, Bochum-Weitmar, mit der Filialkirche Heimkehrer
Dankeskirche (zu dieser Gemeinde gehören die Menschen und das Gebiet
der ehemaligen Pfarreien Vierzehnheiligen und Heilige Familie).
- St. Johannes, Bochum-Wiemelhausen, mit der ehemaligen Pfarrei und den Menschen von St. Albertus Magnus.
- St.
Paulus, Bochum-Hustadt, mit der Filialkirche St. Martin (zu dieser
Gemeinde gehören die Menschen und das Gebiet der ehemaligen Pfarrei St.
Augustinus)
Das Pfarreigebiet von St.
Marien-Wallfahrtskirche in Bochum-Stiepel wird zu einer selbständigen
Pfarrei in der seelsorglichen Verantwortung des Zisterzienser-Klosters
errichtet.
Die Struktur der „neuen Pfarrei St. Franziskus“ wird
getragen durch einen Pfarrer und die fünf Pastoren der einzelnen
Gemeinden mit den dazu gehörenden Seelsorgern(innen); mit einem
Kirchenvorstand, der sechzehn Personen zählt und die
Vermögensverwaltung der Pfarrei verantwortet.
Die Gemeinderäte
der fünf Gemeinden bestellen ihre Vertreter in einen Pfarrgemeinderat,
der die Verantwortung für das Leben in der Pfarrei übernimmt.
Der
Gemeinderat nimmt – unter Beachtung des Pastoralplanes und der Belange
der Pfarrei – die Verantwortung für die Gemeinde wahr. Dabei fördert
und koordiniert der Pfarrgemeinderat im Sinne des
Subsidiaritätsprinzips die Arbeit der Gemeinderäte. Zudem liegt im
Pfarrgemeinderat eine besondere Mitverantwortung
- für die Vernetzung von gemeindlicher und kategorialer Seelsorge sowie
- für die Realisierung gemeindeübergreifender pastoraler Anliegen und Aufgaben.
Den
Prozess zum Umbau zu einer großen Pfarrei begleitet eine schmerzliche
Reduzierung der hauptamtlich Beschäftigten. Die personelle Ausstattung
der zukünftigen Gemeinden wird um die Hälfte der jetzt noch
Beschäftigten gekürzt werden müssen. Dieser Rückbau, der
sozialverträglich geschehen soll, wird bis in die Mitte des Jahres 2009
reichen.
Mit den sog. „Weiteren Kirchen“ und den zu ihnen
gehörenden Einrichtungen, wird der Kürzung in den Sachmitteln Rechnung
getragen. Durch die immer geringer werdenden Finanzmittel können diese
Kirchen und die Gebäude nicht mehr gehalten werden.
Diese große
Neugestaltung wird die Zukunft unseres Bistums, unserer Pfarreien und
damit die Seelsorge in einer veränderten Gesellschaft für die Menschen
im Bochumer Süden sichern.
Von der Homepage der Pfarrei St. Franziskus, www.psfb.de.
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